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Baumwolle- nicht nur als Klamotte!

Baumwolle ist neben Wolle, Leinen  und Seide die am häufigsten verwendete Naturfaser. Sie befindet sich nicht nur in unserer Kleidung sondern auch in unseren Geldbeuteln. Hoffentlich zumindest! Denn unsere Banknoten bestehen aus einer Rohstoffzusammenmischung, die zu 90% aus Baumwolle besteht. Deshalb werden Geldscheine auch nur sauber, wenn sie mal aus Versehen in der Waschmaschine landen ☺

In der Medizin wird Baumwolle als Verbandsmaterial verwendet und in der Kosmetik finden wir sie in Watte, Wattestäbchen usw. Sie kann immerhin 65% ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen und in nassem Zustand ist sie sogar reissfester. Allerdings trocknet sie nur langsam, weshalb sie heute oft mit anderen Fasern gemischt wird, um diese negative Eigenschaft zu verbessern. Sie kann Schmutz und Öl aufnehmen und wieder abgeben, ist also auch ein hervorragender Putzlappen. Aus ihr werden Zelte, Planen, Seile, Fischernetze, Bucheinbände, Kaffeefilter, Papiersorten und noch vieles mehr hergestellt. 

Spannend ist, dass Baumwolle wohl an mehreren Teilen der Erde unabhängig voneinander „entdeckt“ bzw. erstmals verwendet wurde. Den Ursprung vermutet man  im südlichen Asien, in Indonesien und im nördlichen Andengebiet in Amerika. Die Mayas und Azteken tauschten wertvolle Baumwolle gegen andere Luxusgüter und ihre Adeligen schmücken sich mit kostbaren prachtvollen farbigen Mänteln. Die alten Griechen und Römern schätzten die wunderbare weiße Farbe und die angenehme Feinheit der Baumwolle. Der Stoff war ein sehr begehrtes Luxusimportgut. Das Volk musste sich mit den härteren, unangenehmen Naturfasern wie Leinen und Wolle begnügen.

 

Die Baumwolle kam nach Europa und begann dort ihren unaufhaltsamen Siegesfeldzug und um 1700 begann die systematische Anpflanzung der Baumwolle in Nordamerika. Um 1900 eroberte die Baumwolle 80% des Welttextilmarktes. Um diesen Bedarf zu decken entstanden riesige Baumwollplantagen, die allerdings auch einen enormen Personalaufwand erforderten. In diese Zeit fällt auch der Film „Vom Winde verweht“, in dem die unfairen Arbeitsbedingungen der Sklaven und die harte Arbeit auf den Baumwollfeldern gezeigt werden. Und da wir jetzt endlich, endlich beim Film angekommen sind, mach ich Schluss und sag: Tschüß bis zum nächsten mal!

 

Pia

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