hach fritzi!

Ich bin verliebt, verliebt bin ich.

Und zwar in die Fritzi Haberlandt bzw. ihre Rolle als etwas ungewöhnliche Kommissarin. In der habe ich sie kürzlich gesehen und just war sie geboren, die kleine Fritzi in mir: frech, unangepasst, auf Beliebtheit pfeifend und gerade raus.

Und von der bin ich täglich entzückt. 

Nun mache ich Sachen, die ich mich entweder so nicht getraut oder nur unter den ungutesten Gefühlen irgendwie über mich gebracht habe. Nicht einfach so, den inneren Schubs brauche ich noch, aber dann sage ich mir (tatsächlich oft auch laut) „Christin, da biste aber wieder frech jetzt“, muss lachen und verbucht ist die Geschichte. Da wir nicht parallel entspannen und anspannen können, können wir auch nicht ehrlich lachen und ängstlich verkrampfen zugleich. Ausgetrickst ist so die Seite in mir, die mich mit unschönen Gefühlen kontinuierlich daran hindern möchte, möglichen Argwohn auf mich zu ziehen. In der Vergangenheit war gerade Anpassung oft elementar für unser (Über-)Leben, was wir dann auch später als Muster beibehalten.

Jetzt aber darf ich frech sein. Und ich kann es vor allem, weil mein Kopf nun mit dabei ist. Der brauchte irgendein Konzept, wie er einordnen soll, was eigentlich als schlecht für mich gespeichert ist, nämlich aufmüpfen. Und mit der kleinen Fritzi in mir ist eine Seite geboren oder vielleicht besser erwacht, die so einen Zauber mit sich bringt, dass selbst meine ärgsten inneren Kritiker deutlich milder abwinken – Ok, dann lass sie halt ‘frech‘ sein, ist irgendwie Teil der Entwicklung. Und so lasse ich nun das falsche Essen im Restaurant zurück gehen, antworte mit „Das sag ich nicht!“, wenn mir Rechtfertigungen zuwider sind oder feilsche wild bei Ebay.

Für mich doch allerhand und wer weiß, wozu die Kleine noch fähig ist...

Das geht an alle Fritzis, die vielleicht noch schlummern und nur auf ihr Erwachen warten! 

 

Christin

 

 

Eure Meinung

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