gestalten

 

Blicke ich zurück ins vergangene Jahr, ist es insbesondere eine Kraft, die einen enormen Aha-Effekt und Eindruck in mir hinterlassen hat: Gestalten.

Ohne mir dessen bewusst zu sein, bestand mein Leben bis dahin häufig aus schwarz und weiß. Mein Handlungsrepertoire war eingefahren und mein Blickfeld eng.

Und dann kam das Gestalten in mein Leben und damit Spielraum, Macht und Möglichkeiten. Nach und nach weitete ich meine Sicht und tue es fortan.

Ich kann gestalten, wie ich in einen Kontakt gehe. Ich kann gestalten, ob mein Tag eher aus unangenehmen Emotionen besteht oder aus Zuversicht und Zufriedenheit. Ich kann Freundschaften gestalten, indem ich über meine Bedürfnisse spreche und denen des anderen Achtsamkeit schenke. Ich kann gestalten, ob sich bei Missgeschicken oder Herausforderungen Stress und Wut in mir ausbreiten oder ich ihnen mit Ruhe und Sportsgeist begegne. Ich kann meine Umgebung gestalten, so dass ich mich in ihr wohl fühle. Und kann ich es noch nicht gestalten, kann ich es lernen.

Mit mehr Spielraum im Nacken gestalte ich nun viele alltägliche Situationen in meinem Sinn, so dass sie zu mir passen. Bei meiner Angst vor der Dunkelheit hieß es früher, Augen zu und durch. Nun steht ein Nachtlicht für Kinder neben meinem Bett und das Handy ist in der Tasche, bin ich abends mit meiner Hündin unterwegs. Kleinigkeiten mit großem Effekt. Größere Gruppen in lauten Umgebungen erschlagen mich, weswegen ich manche Situationen generell vermieden habe. Heute schaffe ich Rahmen, in denen ich Kontakte gut aushalten kann: wenige Menschen, ruhigere Locations und ein Zeitfenster, das für mich angenehm ist. Es gibt etwas zwischen ganz oder gar nicht.

Beim Gestalten lasse ich den konventionellen Rahmen – nur so geht‘s – weg und mache mein ganz eigenes Ding. Um unsere gedanklichen Begrenzungen zu überwinden ist es hilfreich, sich mit anderen auszutauschen, Ideen im Außen zu holen. Wie machen andere das, wie gehen die mit Situationen um, was gibt’s noch für Konzepte. Je mehr wir kennenlernen, umso bunter wird unser innerer Raum und umso mehr können wir unser Leben in unserem Sinne ausgestalten. 

Let‘s do it! 

Christin

 

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